Die regelmäßige und unregelmäßige Konjugation der Verben



Die Konjugation ist die Veränderung der Verbformen hinsichtlich Person, Zahl, Zeit, etc. Im deutschen Konjugationssystem kann man drei Haupttypen von Verben unterscheiden: regelmäßige Verben, unregelmäßige Verben und Verben mit gemischter Konjugation.

Regelmäßige, unregelmäßige und gemischte Verben

Regelmäßige Verben verändern den Stammvokal bei der Konjugation nie.

Beispiel: regelmäßiges Verb
ich mache – ich machte – ich habe gemacht

Unregelmäßige Verben ändern den Stammvokal und haben im Präteritum und beim Partizip Perfekt teilweise andere Endungen als die regelmäßigen Verben.

Beispiel: unregelmäßiges Verb
ich gehe – ich ging – ich bin gegangen

Gemischte Verben ändern ebenfalls den Stammvokal, haben aber regelmäßige Endungen.

Beispiel: gemischtes Verb
ich denke – ich dachte – ich habe gedacht

Unregelmäßige Verben im Übergang

Bei einigen wenig benutzten unregelmäßigen und gemischten Verben wird im Präteritum und beim Partizip II heute meist eine regelmäßige Form gebraucht, so dass eine alte unregelmäßige Form, die man besonders in älteren Texten findet, neben einer aktuellen regelmäßigen Form existiert. Diese Verben könnte man als unregelmäßige Verben im Übergang bezeichnen.

Beispiel: unregelmäßiges Verb im Übergang – speisen
unregelmäßig (alt): ich speise – ich spies – ich habe gespiesen
regelmäßig (aktuell): ich speise – ich speiste – ich habe gespeist

Beispiel: gemischtes Verb im Übergang -senden
gemischt (alt): ich sende – ich sandte – ich habe gesandt
regelmäßig (aktuell): ich sende – ich sendete – ich habe gesendet

Verben mit zwei Bedeutungen

Achtung: Die Verben im Übergang muss man von den Verben unterscheiden, bei denen eine regelmäßige bzw. unregelmäßige Variante mit verschiedener Bedeutung existiert.

Beispiel: Verb mit zwei Bedeutungen – schleifen
unregelmäßig („glatt machen“): ich schleife – ich schliff – ich habe geschliffen
regelmäßig („hinter sich her ziehen“): ich schleife – ich schleifte – ich habe geschleift

Listen der unregelmäßigen und gemischten Verben und der Verben im Übergang siehe:

Liste: Unregelmäßige Verben

Grammatikübungen zu den Verbformen

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{ 10 comments… read them below or add one }

Laura Oktober 21, 2013 um 01:06

Ich hätte da einpaar Fragen an sie
Nr.1 Also wenn man es mit Präteritum +(umlaut)+konjunktiv endung bildet woher weiß man ob ein umlaut kommt oder nicht ? Bei käme Ist es klar aber bei trinken ist ja ” wir tränken” kann ich nicht wir würden trinken sagen ? Nr.2 braucht man den Konjunktiv 2 nur wenn der Konjunktiv 1 mit dem Indikativ gleich ist ? Nr.3 Kann man es nur mit “würde + infinitiv ” bilden wenn konjunktiv 1 mit Indikativ präteritum gleich ist . Nr.4 Woher weiß man ob man es mit würde oder mit
Präteritum + (umlaut)+ konjunktiv endung bildet ? Nr.5 Im konjunktiv 2 gibt es ja nur eine Vergangenheitsform mit hätte/wäre + partizip 2 Was ist mit dem Konjunktiv 1
Das wären dann meine Fragen..über eine ausführliche Erklärung wäre ich sehr dankbar.Wir haben das leider in der Schule nicht zuende gemacht deswegen sind es viele Fragen geworden.

Tut mir leid für die Fehler musste vom Handy aus tippen.

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Laura Oktober 21, 2013 um 01:09

Ich glaube,dass ich es auf der falschen Seite gepostet habe…hoffe trotzdem,dass sie antworten.

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Uli Mattmüller Oktober 21, 2013 um 08:37

**Nr.1 Also wenn man es mit Präteritum +(umlaut)+konjunktiv endung bildet woher weiß man ob ein umlaut kommt oder nicht?**

Das kann man nicht wissen. Das muss man lernen. Deshalb nennt man diese Formen ja u n regelmäßig.

**Nr.2 braucht man den Konjunktiv 2 nur wenn der Konjunktiv 1 mit dem Indikativ gleich ist ?**

Nein, das ist nur eine stilistische Vorgabe für die indirekte Rede, an die sich in der Praxis aber auch nicht jeder hält. Siehe unten auf dieser Seite: Indirekte Rede – Ersetzungsregel

Und es gibt neben der indirekten Rede andere verwendungszwecke für den Konjunktiv I. Siehe hier: Konjunktiv I Gebrauch

**Nr.3 Kann man es nur mit “würde + infinitiv ” bilden wenn konjunktiv 1 mit Indikativ präteritum gleich ist.**

Nein, man kann immer beide Formen bilden. Siehe: Konjunktiv II Einführung

**Nr.4 Woher weiß man ob man es mit würde oder mit
Präteritum + (umlaut)+ konjunktiv endung bildet ?**

Man kann immer beide Formen bilden. …

** Nr.5 Im konjunktiv 2 gibt es ja nur eine Vergangenheitsform mit hätte/wäre + partizip 2 Was ist mit dem Konjunktiv 1**

Der Konjunktiv I Vergangenheit wird mit habe/sei gebildet:
Konjunktiv I Vergangenheit

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Izzettin Baris GÜCÜM Juni 19, 2013 um 22:09

Sehr geehrte Herr Mattmüller
hallo, ich bin ein auslenderer student. Ich bin vor 8 Monaten nach Deutschland gekommen. Jetzt ich lerne Deutsch in einem Sprachkurs. Ich habe von Mittelstufe bestanden aber ich kann nicht verstehen, wie ich die Differenz von regelmäßigen, unregelmäßigen und gemischten Verben in infinitiv Form verstehen kann. Können sie mir bitte erklären?
Mit freundlicen Grüßen.

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Uli Mattmüller Juni 21, 2013 um 10:13

Wenn man die gemischten und unregelmäßigen Verben alle gelernt hat, dann sind alle anderen regelmäßig….

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koukou1995 April 27, 2013 um 14:37

danke

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HEWAD PATMAN März 6, 2013 um 00:05

schon website,

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Eva Giraud Dezember 14, 2012 um 09:20

Hallo Uli,
vielen Dank für Deine Webseite, die ich entdeckt habe erst. Finde ich ganz super! Kann man toll mit arbeiten.
Viele Grüße
Eva

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Uli Mattmüller Juli 7, 2011 um 15:04

Ich weiß nicht, ob ich diesen Kommentar richtig verstehe, aber ich unterscheide regelmäßige und unregelmäßige Verben nicht (nur) nach der Tempusmarkierung, sondern auch nach der (potentiellen) Veränderbarkeit des Stammvokals. (Vielleicht kann man die markierten Stammvokale auf dem Bildschirm nicht so gut erkennen.) Die Unregelmäßigkeiten im Präsens werden bei der Präsens-Konjugation behandelt.

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C. Soest Juli 7, 2011 um 11:29

Sie unterscheiden hier zw. unregelmäßigen und regelmäßigen Formen hinsichtlich der TEMPUSmarkierungen. Es wird zw. Regelmäißgkeit/Unregelmäßigkeit jedoch unterschiedlich zw. Tempusregelmäßigkeit (lachen- lachte- gelacht) und Flexionsregelmäßigkeit hinsichtlich der konjugation im Präsens (lache- lachst- lacht- lachen- lacht- lachen)! Das sollten Sie vermerken…
Vielen Dank und mit freundlcihen Grüßen, C. Soest

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