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Subjektive Bedeutung der Modalverben (I): Vermutung

Zum Ausdruck einer Vermutung kann man müssen, können, dürfen und mögen sowie teilweise die Formen des Konjunktivs II und die Negation dieser Modalverben benutzen. Der Grad der Sicherheit der Vermutung nimmt von müssen („ganz sicher“) bis nicht können („unmöglich“) ab. Mithilfe von Adverbien lässt sich die subjektive Bedeutung der Modalverben umschreiben.

Modalverb müssen
Beispiel: Er muss bald kommen.
Umschreibung: Ich bin sicher, dass er bald kommt.

Modalverb müssen (Konjunktiv)
Beispiel: Er müsste bald kommen.
Umschreibung: Sehr wahrscheinlich kommt er bald.

Modalverb dürfen (Konjunktiv)
Beispiel: Er dürfte bald kommen.
Umschreibung: Wahrscheinlich kommt er bald.

Modalverb können
Beispiel: Er kann bald kommen.
Umschreibung: Vielleicht kommt er bald.

Modalverb können (Konjunktiv)
Beispiel: Er könnte bald kommen.
Umschreibung: Vielleicht kommt er bald.

Modalverb: mögen
Beispiel: Er mag bald kommen.
Umschreibung: Vielleicht kommt er bald.

Modalverb: nicht dürfen (Konjunktiv)
Beispiel: Er dürfte nicht mehr kommen.
Umschreibung: Er kommt wahrscheinlich nicht mehr.

Modalverb: nicht können
Beispiel: Er kann nicht mehr kommen.
Umschreibung: Ich bin sicher, dass er nicht mehr kommt.

Die Wahl des Konjunktivs bzw. der Negation ist festgelegt und nicht bei jedem Modalverb möglich.

Der Gebrauch von mögen ist in der gesprochenen Sprache selten.

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6 Kommentare… add one
  • mona 16. Dezember 2016, 08:21

    Wo kann ich die subjektiven Modalverben finden? in Zeitungen , Bücher oder wo …?

  • Uli Mattmüller 16. Dezember 2016, 10:54

    Nein, auch im gesprochenen Deutsch kommen die subjektiven Modalverben recht häufig vor.

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