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Redepartikeln (Modalpartikeln)

Redepartikeln (Modalpartikeln) sind Elemente aus der gesprochenen Sprache, die eine bestimmte Einstellung des Sprechers signalisieren.

Beispiel: Redepartikel signalisiert
Interesse – denn: Was machst du denn?
Überraschung – aber: Du siehst heute aber gut aus.

Redepartikeln sind grammatisch fakultativ. Das heißt, die Sätze sind auch grammatisch korrekt, wenn man die Redepartikeln weglässt. Trotzdem sind Redepartikeln in der Kommunikation nicht unwichtig, da die Einstellung des Sprechers eine wichtige Information für den Hörer ist.

Die Anwendung der Redepartikeln ist komplex und kann hier nur angedeutet werden. Als Ausländer sollte man lieber auf Redepartikeln verzichten, wenn man sich über ihre korrekte Anwendung nicht im Klaren ist. Den Gebrauch der Redepartikeln kann man nicht theoretisch, sondern nur im täglichen Gebrauch lernen.

Partikeln und andere Wortarten

Beachte: Einige Redepartikeln darf man nicht mit gleich lautenden Wörtern anderer Wortarten verwechseln.

Beispiel: denn
Redepartikel: Was machst du denn?
Konjunktion (Satzverbindung): Er kommt heute nicht, denn er ist krank.

Beispiel: aber
Redepartikel: Du siehst aber gut aus.
Konjunktion (Satzverbindung): Ich möchte in Urlaub fahren, aber ich habe kein Geld.

Beispiel: einfach
Redepartikel: Er passt einfach nicht zu ihr.
Adjektiv: Deutsch ist keine einfache Sprache.

Beispiel: vielleicht
Redepartikel: Du siehst heute vielleicht gut aus.
Adverb: Ich komme morgen vielleicht zu dir.

Liste: Redepartikeln und ihre Signalfunktionen

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