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Präpositionen mit Genitiv

Präpositionen mit Genitiv sind die zahlenmäßig größte Gruppe. Allerdings werden sie in der gesprochenen Sprache selten verwendet. Sie kommen aber in schwierigeren Texten häufig vor. Die wichtigsten auch in der Umgangssprache häufig gebrauchten Genitivpräpositionen sind.

Präpositionen mit Genitiv (I): (an)statt, trotz, während, wegen

Beispiele:
(an)statt: (An)statt eines Spaziergangs machten wir eine Fahrradtour.
trotz: Trotz des schlechten Wetters gehen wir spazieren.
während: Während der Hausaufgaben hört sie immer Musik.
wegen: Wegen des schlechten Wetters blieben wir zu Hause.

Häufig in Texten kommen folgende Genitivpräpositionen vor.

Präpositionen mit Genitiv (II): angesichts, anhand, anlässlich, anstelle, aufgrund, dank, infolge, kraft, laut, mangels, mithilfe, mittels, zwecks

Außerdem gibt es einige lokale Präpositionen mit Genitiv:

Präpositionen mit Genitiv (III):
„-lich“: nördlich, östlich, südlich, westlich, seitlich
„-halb“: außerhalb, innerhalb, oberhalb, unterhalb
„-seits“: abseits, beid(er)seits, diesseits, jenseits, längs(seits)
Und: inmitten, unweit

Weitere Genitivpräpositionen sind:

Präpositionen mit Genitiv (IV):
„-lich“: abzüglich, ausschließlich, ausweislich, bezüglich, einschließlich, hinsichtlich, rücksichtlich, vorbehaltlich, zuzüglich
„-s“: ausgangs, betreffs, eingangs, seitens
Und: exklusive, in puncto, inklusive, aufseiten, zu(un)gunsten, zulasten

Genitiv oder Dativ?

Viele Präpositionen mit Genitiv werden heute oft mit dem Dativ verwendet. Das gilt besonders für die Genitivpräpositionen, die auch in der gesprochenen Sprache häufig vorkommen.

Beispiel: wegen
mit Genitiv: Wegen meines Unfalls musste ich zwei Wochen im Krankenhaus liegen.
mit Dativ: Wegen meinem Unfall musste ich zwei Wochen im Krankenhaus liegen.

Viele Genitivpräpositionen sind von Nomen abgeleitet, mit denen man sie nicht verwechseln sollte.

Beispiele:
trotz – der Trotz
dank – der Dank
infolge – die Folge
kraft – die Kraft
laut – der Laut
mangels – der Mangel
inmitten – die Mitte

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4 Kommentare… add one
  • Jakub 4. Dezember 2016, 23:15

    Hallo :)

    wie geht es dann mit ”bezuglich” mit Personen? Darf man sagen bezueglich mir/meiner oder Ihnen/Ihrer (Genitiv ) im Sinne von ”was mich angeht/anbetrifft?

    Danke fuer Ihre Antwort
    Gruess

  • Udo Zizmann 26. Februar 2016, 20:21

    Es wäre sinnvoll nach trotz und dank den Dativ zu verwenden. Man sagt ja auch trotzdem und nicht trotzdes oder dem Himmel sei Dank und nicht des Himmels sei Dank. Es würde die deutsche Sprache etwas logischer machen, und sie wäre für Ausländer leichter erlernbar. Genitiv gilt bei vielen als chic, wird aber häufig falsch angewendet. “Gegenüber des Rathauses” habe ich in einer regionalen Zeitung gelesen. Es verursachte in mir deutliches Unwohlsein. Vielleicht schrieb es auch nur ein Jounalist, der seinen Beruf verfehlte.

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