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Frage: “Wie unterscheiden sich das E-Book und die Online-Version der Deutschen Grammatik 2.0?”

Antwort: Da gibt es verschiedene Punkte.

Das E-Book enthält

  • lange Listen
  • Tabellen
  • vollständige Inhaltsverzeichnisse
  • einen vollständigen Index
  • keine Werbung
  • keine Themen, die nur für Muttersprachler interessant sind

Die Online-Version enthält

  • (nur) kurze Listen
  • keine Tabellen
  • (manchmal) mehr Beispiele
  • mehr Querverweise (Links zu anderen Seiten der Deutschen Grammatik 2.0
  • einige Themen, die nicht in ein Nachschlagewerk gehören
  • einige Themen, die für deutsche Muttersprachler interessant, aber für Deutschlerner nicht so wichtig sind.
  • Antworten auf Leserfragen
  • Werbung

Bestimmt habe ich noch das eine oder andere vergessen. ..

Zum Xinxii-Shop:

Deutsche Grammatik 2.0 – Xinxii-Online-Shop
Übungsbuch Deutsche Grammatik 2.0 Band 1 – Xinxii-Online-Shop
Übungsbuch Deutsche Grammatik 2.0 Band 2 – Xinxii-Online-Shop

Weitere häufige Fragen zu meinen E-Books habe ich hier beantwortet: Häufige Fragen zu meinen E-Books

1. Bedeutung

Die Konjunktion „während“ hat sowohl temporale (“Zeit”) als auch adversative (“Gegensatz”) Bedeutung. Die beiden Bedeutungen sind nicht immer eindeutig voneinander zu unterscheiden.

Beispiele:
temporal: Während wir spazieren gingen, schien die Sonne. (“Während dieser Zeit”)
adversativ: Während es am Sonntag regnete, schien am Montag die Sonne. (“Gegensatz”: Sonntag=Regen; Montag=Sonne)
temporal oder adversativ: Während er arbeitete, schlief seine Frau. (“Während dieser Zeit” / “Gegensatz”: er=arbeiten; seine Frau=schlafen)

2. Umformung temporale Bedeutung

Die temporale Konjunktion „während“ kann man in einen präpositionalen Ausdruck mit „während“ umformen.

Beispiel: temporal
Konjunktion: Während wir spazieren gingen, schien die Sonne.
Präposition: Während unseres Spaziergangs schien die Sonne.

3. Umformung adversative Bedeutung

Die adversative Konjunktion „während“ kann man in einen präpositionalen Ausdruck mit „im Gegensatz zu“ umformen.

Beispiel 1: “gleiches Thema”
Sie hat die Prüfung bestanden, während er sie nicht bestanden hat.
Im Gegensatz zu ihm hat sie die Prüfung bestanden.

Beispiel 2: “gleiches Thema”
Anna fährt am Wochenende nach Hause, während Ali nicht nach Hause fährt.
Im Gegensatz zu Ali fährt Anna am Wochenende nach Hause.

Beispiel 3: “verschiedene Themen”
Während Anna die Prüfung schon bestanden hat, muss Ali sie erst noch schreiben.
Im Gegensatz zu Anna, die die Prüfung schon bestanden hat, muss Ali sie erst noch schreiben.

Beispiel 4: “verschiedene Themen”
Während Familie Müller schon nächste Woche in Urlaub fährt, müssen wir noch sechs Wochen arbeiten.
Im Gegensatz zu Familie Müller, die schon nächste Woche in Urlaub fährt, müssen wir noch sechs Wochen arbeiten.

Die Präpositionen zu und nach sind Präpositionen, nach denen immer der Dativ steht. Da der Dativ normalerweise im Singular keine Endung hat, fragen sich viele Deutschlerner, woher die Endung -e bei den Ortsangaben “zu Hause” bzw. “nach Hause” kommt.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Der Dativ Singular von maskulinen und neutralen Substantiven (wie z. B.: das Haus) hatte früher die Endung -e. Mit der Zeit hat der Dativ Singular diese Endung einfach verloren, sodass heute die meisten bzw. alle Substantive keine Dativendung im Singular mehr haben. (Der Dativ Plural hat bekanntlich die Endung -en, aber das ist ja hier nicht mein Thema.)

Die Endung -e hat sich nur in einigen feststehenden Ausdrücken erhalten. Die bekanntesten davon sind eben “zu Hause” oder “nach Hause”. Recht häufig kommt z.B. auch “im Jahr(e)” vor, wobei man hier das -e auch weglassen kann.

Fortgeschrittene Deutschlerner werden immer mal wieder auf weitere Dative mit -e stoßen. Bei denen mehr oder weniger oft ein -e am Ende steht, denn gelegentlich werden einige dieser Ausdrücke (wie “im Jahr(e)”) auch ohne -e benützt. Viele dieser Ausdrücke haben eine übertragene (metaphorische) Bedeutung.

Beispiele:
zu Berge stehen: Wenn ich das sehe, dann stehen mir die Haare zu Berge.
im Buch(e) stehen: Er ist ein Playboy wie er im Buch(e) steht.
im Zug(e): Diese Regelung wurde im Zug(e) der Steuerreform abgeschafft.
auf diesem Weg(e): Deshalb möchte ich Ihnen auf diesem Weg(e) recht herzlich danken.
im Gang(e) sein: Die Verhandlungen über den Friedensvertrag sind im Gang(e).
am Fuß(e): Die Stadt liegt am Fuß(e) eines Berges.
zu Tode kommen: Vier Personen sind bei einem schweren Unfall auf der Autobahn A1 zu Tode gekommen.
jdn. zu Grab(e) tragen: Er wurde mit militärischen Ehren zu Grab(e) getragen.

Wo z. B. noch ein Dativ- e vorkommen kann, zeigt diese Übersicht des Instituts für deutsche Sprache (IDS) in Mannheim:

Anteil der e-Dative an allen Dativen in 100 ausgewählten Wortverbindungen

Mehr Leserfragen

Welche Fragen meiner Leser ich sonst noch beantwortet habe, könnt ihr hier erfahren:

Leserfragen – Deutsche Grammatik 2.0