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Da meine Grammatikseiten hier auch bei Deutschlernern, die sich auf die DSH-Prüfung vorbereiten, ziemlich beliebt sind, will ich euch in dieser kleinen Beitragsreihe einige grundlegende Hinweise zum Prüfungsteil Grammatik der DSH-Prüfung(en) und zu dem Übungsmaterial geben, das ihr hier auf meinen Seiten finden könnt.

Wenn ihr mehr über die DSH erfahren wollt oder Fragen zur DSH habt, dann könnten euch auch einige Seiten in meinem Blog “Deutsch lernen und studieren in Deutschland” hilfreich sind. Eine gute Einstiegsseite findet ihr hier: Deutsch lernen und studieren in Deutschland – DSH

Der Prüfungsteil Grammatik bei der DSH

Doch zurück zum Thema Grammatik. Wie bei allem, was ihr über die DSH lest, solltet ihr bedenken, dass die DSH keine einheitliche (standardisierte) Prüfung ist. Die DSH wird vielmehr von jeder Hochschule in eigener Verantwortung erstellt und durchgeführt. Es gibt keine zentrale Stelle, die die DSHs der einzelnen Unis kontrolliert.

Da könnt ihr euch leicht vorstellen, dass die DSHs teilweise ganz verschiedenen ausfallen können. Das gilt sowohl für die Inhalte, als auch z. B. den Schwierigkeitsgrad oder die Bewertung.

Trotzdem haben sich aber durch den Austausch der Hochschulen untereinander und durch andere Aktivitäten, die auf eine Vereinheitlichung der DSH zielen, gewisse Standards entwickelt, die zumindest für die meisten DSHs gelten.

Was sind die Themen beim Prüfungsteil Grammatik der DSH?

So sind es beim Prüfungsteil Grammatik z. B. die Grammatikthemen, die sich doch bei den meisten DSHs sehr stark ähneln. Der Prüfungsteil Grammatik der DSH wird übrigens häufig auch als Prüfungsteil “Wissenschaftssprachliche Strukturen” bezeichnet, denn der Anspruch der DSH ist es zu überprüfen, ob ihr in der Lage seid die deutsche Wissenschaftssprache zu verstehen und in dieser zu kommunizieren.

Deshalb beziehen sich die meisten Grammatikaufgaben in der DSH auf Grammatikstrukturen, die in der deutschen Wissenschaftssprache häufig vorkommen und die deshalb von ausländischen Studenten verstanden werden sollten.

Im Einzelnen sind das die Themen Relativsätze + Partizipialattribute, Direkte/Indirekte Rede, Aktiv/Passiv/Passiversatz, Funktionsverbgefüge, Nominalisierungen/Verbalisierungen (inkl. Präpositionalphrasen/Nebensätze), Konjunktiv II, subjektive und objektive Modalverben.

Dazu können je nach DSH aber wie gesagt durchaus weitere Grammatikthemen kommen, die die jeweilige Hochschule für wichtig hält. Grundsätzlich solltet ihr euch deshalb immer bei eurer Hochschule genauer informieren, welche Grammatikthemen in der DSH eurer Hochschule vorkommen, und natürlich am besten dort einen Vorbereitungskurs besuchen.

[Der zweite Teil dieser Serie ist noch nicht fertig.]

Frage: “Enthält das “Übungsbuch Deutsche Grammatik 2.0″ alle Lösungen?”

Antwort: Ja, natürlich.

Das “Übungsbuch Deutsche Grammatik 2.0″ enthält zu jeder Übung eine Lösung. Die Lösungen findet ihr am Ende des jeweilgen Kapitels, also nicht am Ende des Buches.

Ich habe mich für diese Lösung entschieden, weil mir das bei der großen Zahl der Übungen übersichtlicher erschien.

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Weitere häufige Fragen zum E-Book habe ich hier beantwortet: Häufige Fragen zum E-Book

Diese Seite gibt einen Überblick über die Umformung der wichtigsten Elemente einer Präpositionalphrase in einen Nebensatz.

1. Umformung der Präposition

Die Präposition der Präpositionalphrase wird in eine Konjunktion mit gleicher Bedeutung umgeformt.

Beispiel:
Präposition – Konjunktion
Wegen - Weil

2. Umformung des Nomens

Das Nomen wird – soweit möglich – direkt zum Verb des Nebensatzes abgeleitet.

a.)

Beispiel:
Nomen – Verb
Wegen des Regens – Weil es regnet

Beispielsatz:
Wegen des Regens bleibe ich zu Hause.
Weil es regnet, bleibe ich zu Hause.

b.)

Wenn sich aus dem Nomen nicht direkt ein Verb ableiten lässt, muss man auf eine andere Konstruktion ausweichen z. B. auf eine Kombination von Adjektiv und dem Verb sein.

Beispiel:
Nomen – Adjektiv + sein
Wegen der Hitze – Weil es heiß ist

Beispielsatz:
Wegen der Hitze gehe ich ins Schwimmbad.
Weil es heiß ist, gehe ich ins Schwimmbad.

3. Umformung des Adjektivs

Das Adjektiv der Präpositionalphrase wird im Nebensatz zu einem Adverb.

Beispiel:
Adjektiv – Adverb
Wegen des starken Regens – Weil es stark regnet
Wegen der großen Hitze – Weil es sehr heiß ist

Beispielsatz 1:
Wegen des starken Regens fällt das Freiluftkonzert aus.
Weil es stark regnet, fällt das Freiluftkonzert aus.

Beispielsatz 2:
Wegen der großen Hitze haben die Kinder hitzefrei.
Weil es sehr heiß ist, haben die Kinder hitzefrei.

4. Umformung des Possessivpronomens

Das Possessivpronomen wird zu einem Personalpronomen.

Beispiel:
Possessivpronomen – Personalpronomen
Wegen meiner Krankheit – Weil ich krank bin

Beispielsatz:
Wegen meiner Krankheit kann ich nicht zur Arbeit gehen.
Weil ich krank bin, kann ich nicht zur Arbeit gehen.

5. Umformung attributiver Genitiv

Das Genitivattribut wird entweder zum Nominativ oder zum Akkusativ des Nebensatzes.

a.) Genitiv = Nominativ

Bei intransitiven Verben wird das Genitivattribut zum Nominativ des Nebensatzes.

Beispiel:
attributiver Genitiv – Nominativ
Wegen des Beginns der Ferien - Weil die Ferien beginnen

Beispielsatz:
Wegen des Beginns der Ferien muss man mit großen Staus rechnen.
Weil die Ferien beginnen, muss man mit großen Staus rechnen

b.) Genitiv = Akkusativ

Bei transitiven Verben wird das Genitivattribut zum Akkusativ des Nebensatzes. Es kann auch zum Nominativ werden, allerdings muss dann das Verb des Nebensatzes im Passiv stehen.

Beispiel:
attributiver Genitiv – Akkusativ/Nominativ + Passiv (man)
Wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer – Weil man die Mehrwertsteuer erhöht/Weil die Mehrwertsteuer erhöht wird

Beispielsatz:
Wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer werden alle Waren teurer.
Weil man die Mehrwertsteuer erhöht, werden alle Waren teurer.
Weil die Mehrwertsteuer erhöht wird, werden alle Waren teurer.

6. Umformung präpositionales Attribut

Präpositionale Attribute werden zu präpositionalen Ergänzungen.

Beispiel:
präpositionales Attribut – präpositionale Ergänzung
Wegen des Beginns der Ferien am Wochenende – Weil die Ferien am Wochenende beginnen

Beispielsatz:
Wegen des Beginns der Ferien am Wochenende muss man mit großen Staus rechnen.
Weil die Ferien am Wochenende beginnen, muss man mit großen Staus rechnen

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