Die Apposition



Eine Apposition ist ein erklärendes Nomen, das neben ein Bezugswort (Nomen oder Pronomen) gestellt wird. Eine nachgestellte Apposition steht immer zwischen zwei Kommas bzw. zwischen Komma und Punkt.

Beispiele:
Herr Müller, der Lehrer meiner Tochter, kommt aus München.
Doktor Schmidt, der Leiter der Universitätsklinik, wurde pensioniert.

Die Apposition steht immer im gleichen Kasus wie das Bezugswort, zu dem sie gehört.

Beispiele:
Nominativ: Das ist Herr Müller, der Lehrer meiner Tochter.
Akkusativ: Ich kenne Herrn Müller, den Lehrer meiner Tochter, schon lange.
Dativ: Ich habe mit Herrn Müller, dem Lehrer meiner Tochter, gesprochen.

Es können auch mehrere Appositionen hintereinander stehen.

Beispiel:
Das ist Herr Müller, der Lehrer meiner Tochter, ein alter Bekannter von mir.

Apposition mit als

Appositionen mit als können auch vom Bezugswort getrennt werden.

Beispiel:

Ich als Lehrer bin gegen harte Strafen für Kinder.
Als Lehrer bin ich gegen harte Strafen für Kinder.

Grammatikübungen zu Appositionen

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{ 13 comments… read them below or add one }

Dulcinea März 22, 2014 um 17:16

Nach bisherigen Ermittlungen dürfte sich der Kreis der durch die betrügerischen Machenschaften des Beklagten geschädigten Personen noch erweitern.

“der durch die betrügerischen Machenschaften des Beklagten geschädigten Personen” ist hier ein Attribut oder eine Apposition? Da der Satz kein Komma enthält, schliesse ich auf ein Attribut. Besteht folglich der Unterschied zwischen einem Attribut und einer Apposition (wenn es keine Unterkategorie in diesem Sinne wäre) in fehlender Kasusangleichung des Attributs?

Liebe Grüsse

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Uli Mattmüller März 23, 2014 um 20:31

Das ist Partizipialattribut. Attribut ist ein Oberbegriff. Eine Apposition ist auch ein Attribut.

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hoangnguyen Januar 3, 2014 um 12:19

gäbe es eine Form der Apposition mit “in”, wenn zum beispiel : Die Wissenschaftler in Pasadena hatten die Bahn der Sonde exakt berechnet. In Pasadena liegt das Kontrollzentrum der NASA. Müsste das Verb liegen in das Adjektiv “liegend” wechseln, oder ?

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Uli Mattmüller Januar 3, 2014 um 17:37

1. “Die Wissenschaftler in Pasadena” das ist ein lokales Attribut, keine Apposition.

2. “In Pasadena liegt das Kontrollzentrum der NASA. Müsste das Verb liegen in das Adjektiv “liegend” wechseln, oder ?”
Den Hintergrund dieser Frage verstehe ich leider nicht. – Wie sollte der Satz Ihrer Meinung nach lauten?

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angélique Dezember 11, 2013 um 12:33

“einem Gerät” bezieht sich auf “zur”.zu + Dativ, also auch die Apposition mit Dativ: “(zu) einem Gerät”

Ich war gerade auf der Suche nach Appositionsübungen.

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questionaire Dezember 2, 2013 um 15:03

Hallo Uli.

Gibt es einen Unterschied zwischen Attribut und Apposition?
Oder ist es lediglich eine Unterart?

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Uli Mattmüller Dezember 2, 2013 um 15:12

Ich habe die Apposition ja im Kapitel “Attribute” behandelt. Ich sehe sie also als eine Form des Attributs an. Allerdings bin ich nur ein kleiner Deutschlehrer ;-) – keine Ahnung, wie das der Spezialist sieht …

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Benedetta Juli 27, 2013 um 17:58

Hallo, ich habe diese Webseite erst jetzt gefunden und finde sie sehr interessant!
Ich kann folgende Apposition nicht verstehen:
“Zur Kalibrierung meines Gammaspektrometers, EINEM GERÄT zur Messung der Energieverteilung einer Gammastrahlung, benutzte ich eine harmlose kleine Gammaquelle aus Cäsium-137- einen sogenannten Prüfstrahler.”

Warum wird da Dativ “einem Gerät” statt Genitiv verwendet? Ist “einem Gerät” keine Apposition von “meines Gammaspektrometers”?

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir das klären würden.
Vielen Dank
Benedetta

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Uli Mattmüller Juli 27, 2013 um 20:59

“Warum wird da Dativ “einem Gerät” statt Genitiv verwendet? Ist “einem Gerät” keine Apposition von “meines Gammaspektrometers”?”

Das frage ich mich auch. ;-) Bei solchen Nominalkomplexen kommen leicht auch Muttersprachleer durcheinander. Deshalb empfiehlt es sich zu verbalisieren oder gleich zwei Sätze zu bilden.

“Um mein G, ein Gerät, mit dem man die E einer G misst, zu kalibrieren, benutze ich ….”

“Ich benutze …. , um mein G zu kalibrieren. Das ist ein Gerät zur Messung …”

o.ä.

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Benedetta Juli 29, 2013 um 13:15

Vielen Dank trotzdemUli!:)

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Uli Mattmüller Juli 31, 2013 um 21:41

Hallo Benedetta. Ich glaube, Sie haben meine Ironie übersehen bzw. falsch verstanden. ;-) “Das frage ich mich auch” sollte bedeuten, dass hier ein Fehler vorliegt. Allerdings ist das ein Fehler, den Muttersprachler häufig machen. Standardsprachlich korrekt wäre hier – wie Sie sagen – der Genitiv. Man nennt diesen typischen Fehler einen “inkongruenten Dativ”.

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Lara Mai 11, 2013 um 19:25

hallliii hallooooooooooooooooooo
vielen dank, hat mir sehr viel weiter geholfen!!!!

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ali mansour Mai 18, 2012 um 22:36

sehr gute Erklärung

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