Das Datum



Die Frage nach dem Datum lautet: Welcher Tag ist heute? bzw. Der wievielte ist heute? Für die Antwort benützt man die Ordinalzahl plus den Monatsnamen oder zwei Ordinalzahlen.

Welcher Tag? = der + Ordinalzahl + Monat

Beispiele: Welcher Tag ist heute? / Der wievielte ist heute?
10.02. – Heute ist der zehnte Februar. = Heute ist der zehnte Zweite.
30.01. – Heute ist der dreißigste Januar. = Heute ist der dreißigste Erste.

Wochentag plus Datum

Wenn der Wochentag genannt wird, lautet die korrekte Datumsangabe folgendermaßen:

Welcher Tag? = Wochentag [Komma] der + Ordinalzahl + Monat

Beispiel: Welcher Tag ist heute?
Montag, 10.02. – Heute ist Montag, der zehnte Februar.
Freitag, 30.01. – Heute ist Freitag, der dreißigste Januar.

Die Frage nach dem Datum ist auch mit Akkusativ möglich:

Welchen Tag? = Wochentag [Komma] den + Ordinalzahl + Monat

Beispiel: Welchen Tag haben wir heute?
Montag, 10.02. – (Heute haben wir) Montag, den zehnten Februar.
Freitag, 30.01. – (Heute haben wir) Freitag, den dreißigsten Januar.

Terminangaben mit Datum

Für Terminangaben mit dem Datum wird die Präposition an plus Dativ verwendet.

Wann?/(Am wievielten?) = am + Ordinalzahl + Monat

Beispiel: Wann hast du Geburtstag? – Am wievielten hast du Geburtstag?
10.02. – Ich habe am zehnten Februar Geburtstag. = Ich habe am zehnten Zweiten Geburtstag.
30.01. – Ich habe am dreißigsten Januar Geburtstag. = Ich habe am dreißigsten Ersten Geburtstag.

Terminangaben mit Wochentag und Datum

Terminangaben mit Wochentag und Datum lauten folgendermaßen:

Wann? = am + Wochentag [Komma] dem (Dativ) + Ordinalzahl + Monat

Beispiel: Wann ist der Termin?
Montag, 10.02. – (Der Termin ist) am Montag, dem zehnten Zweiten.
Freitag, 30.01. – (Der Termin ist) am Freitag, dem dreißigsten Ersten.

Hier wird häufig auch die Variante mit Akkusativ gewählt.

Wann? = am + Wochentag [Komma] den (Akkusativ) + Ordinalzahl + Monat

Beispiel: Wann ist der Termin?
Montag, 10.02. – (Der Termin ist) am Montag, den zehnten Zweiten.
Freitag, 30.01. - (Der Termin ist) am Freitag, den dreißigsten Ersten.

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Thorsten Januar 13, 2015 um 17:05

Ich verstehe „Die Ordinalzahl wird wie ein Adjektiv dekliniert, nicht wie ein Artikelwort“ nicht. Was soll das für einen Unterschied (und was überhaupt heißen)?

Der Normalfall ist der Dativ, also mit m. Ausnahmsweise kann (muss aber nicht), wenn kein Artikel benutzt wird, der Akkusativ stehen, also mit n. So steht das zumindest auf der verlinkten Seite. Ich bliebe immer beim Dativ.

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Uli Mattmüller Januar 13, 2015 um 17:20

Es geht hier nicht um die (bei Muttersprachlern so beliebte) Frage Akkusativ/Dativ, sondern darum, woher die Endung der Ordinalzahl kommt. (vgl. die Zielgruppe dieser Seiten: Über Deutsche Grammatik 2.0 — Deutsche Grammatik 2.0 ;-) ) …

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Valentino Januar 22, 2015 um 18:43

Und woher kommt die Endung der Ordinalzahl? – Und es geht, wie auch bei der Bestimmung von Satzgliedern, doch um die “bei Muttersprachlern so beliebte” Frage nach dem Kasus, hier Dativ oder Akkusativ. Entscheidend dafür ist die Kommasetzung im Kontext mit der Frage, ob es sich bei der Terminangabe mit Wochentag und Datum hinsichtlich des Datums um eine Apposition (nachgestellter Beisatz) handelt (dann Verwendung Dativ, Bsp. “Am Freitag, dem 23. Januar 2015 [,] wird geschrieben.”, zweites Komma nicht zwingend) oder eine selbsständige Zeitangabe (dann Verwendung Akkusativ, Bsp. “Am Freitag, den 23. Januar wird geschrieben.”, zweites Komma darf nicht gesetzt werden.). Beides kann demnach richtig sein, wenn jeweils die Kommata richtig gesetzt sind.
Weiteres Beispiel:
Dativ: Unsere Feier findet am Sonntag, dem 25. Januar 2015, um 18.00 Uhr [,] statt.” (drittes Komma kann, muss aber nicht gesetzt werden),
Akkusativ: “Unsere Feier findet am Sonntag, den 25. Januar 2015 um 18.00 Uhr statt.”.
Hinsichtlich der o. g Beispiele 10.02./30.01. steht es frei zu etscheiden, ob es sich um eine Apposition handelt oder um eine selbstständige Zeitangabe. Leider verdrängt hier zunehmend der Akkusativ den Dativ, so wie in anderen Fällen der Dativ leider den Genitiv verdrängt (hat).
Übrigens, ein Satz (Hauptsatz, Nebensatz, Beisatz) muss nicht immer zwingend aus Subjekt, Prädikat und Objekt bestehen. Auch linguistische Ellipsen sind vollständige Sätze.

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